Tagung2005:Vorstellungsrunde
Erste übergreifende Schulserver-Entwickler-Tagung (16./17.12.2005)
Vorstellungsrunde und Einleitung
Die Anwesenden stellten sich und ihre bisherige Tätigkeit im Bereich Schulserver vor.
Lars begrüßte als Hauptinitiator die Teilnehmer und freute sich über den großen Teilnehmerkreis. Vertreter von der Musterlösung Linux aus Baden Württemberg waren zwar Eingeladen worden - aber anscheinend bestand hier kein großes Interesse an einem Treffen.
Lars begrünndte die "Auswahl" der eingeladenen Teilnehmer: so käme es bei diesem Treffen hauptsächlich darauf an, an "realen Lösungsansätzen" zu arbeiten und auch zu prüfen, ob man überhaupt zusammenarbeiten möchte und nicht wie bei ähnlichen Treffen über Nebensächlichkeiten zu streiten.
"[...]Ziel dieser Tagung sollte sein, dass wir die Entwicklung von Schulservern in Zukunft zusammen angehen und nicht mehr nur jeder sein eigenes Süppchen kocht. Nur so kann endlich gemeinsam am Erfolg von Linux in der Schule gearbeitet werden."
Die Diskussionen über die Vor- und Nachteile von Distributionen sind bei Schulservern mit ihrem klar umrissenen Einsatzgebiet und Aufgabenspektrum fehl am Platz. Hier kommt es vielmehr darauf an, eine solide, stabile und genormte Plattform zu etablieren, die dann von allen Anbietern (hier sind auch Schul-Softwarehersteller gemeint) genutzt werden kann. Mein Wunsch wäre ein 'Schulserver-Paket', welches später auf einer beliebigen Distribution installiert werden kann. Wenn das mit Paketen für Samba oder Apache möglich ist, dann sollte es auch mit einem "Konfigurationstool für Schulen" möglich sein. Sicher wird jeder das System auf seiner späteren Lieblingsplattform noch anpassen - aber wenn wir eine gemeinsame Basis verwenden, dann haben wir mit einem Schlag als einzelner Entwickler weniger Arbeit und mehr Akzeptanz.
Jeder der eingeladenen Teilnehmer hat -- sei es durch die Entwicklung eines eigenen Schulservers, durch den Support oder durch die "reine Anwendung" eines solchen -- seine eigenen Erfahrungen gesammelt, die wir uns alle zunutze machen sollten.
Auch kommerzielle Interessen sollten nicht "verteufelt" werden: Schulen brauchen Anpassungen an lokale Gegebenheiten, Schulen brauchen Support, eine Firma als Ansprechpartner ist juristisch greifbar, ... - außerdem steigert eine gesunde Konkurrenz durchaus die angebotene Leistung. ...und dem widerspricht auch eine GPL nicht ;-) [...]"
Addons (Bemerkungen)
Phillip:
- Man sollte auch einen angepassten Schulserver anbieten, so dass Schulen vorhandene Strukturen weiter nutzen können. Beispiel: Schulen möchten nicht umsteigen, weil dann alle Nutzer & Gruppenrichtlinien vom W2k-Server nicht übernommen werden können => Schulserver "nur" als Kommunikationsplattform, der sich in ein vorhandenes Netzwerk integriert.
Jürgen:
- Problem: Support-Plattform. Diese sollte immer erreichbar sein und möglichst schnell helfen können. Das ist aber nur über eine entsprechende Finanzierung zu erreichen.
Stephan:
- SLIXS verfolgt andere Ziele als die anderen Schulserver aufgrund der österreichischen Struktur. "Klein, aber fein" ist hier das Motto. Da in Österreich Lehrer für die Aufgabe der Netzwerkadministration komplett vom eigentlichen Unterricht freigestellt werden können, ist hier das "Bastelpotential" höher als in Deutschland, wo die Administration "nebenbei" erledigt werden muss und noch dazu meist überhaupt nicht honoriert wird.